Versuche für Zuhause

Auf dieser Seite findest du viele Versuche, die du ganz einfach selber ausprobieren kannst.

Los geht’s! 😊

Experiment mit Luft

Kann ein Boot mit Spülmittelantrieb fahren?

 

Finde es heraus:

 

Nach all‘ den Versuchen hast du Lust auf mehr bekommen? Du möchtest wie ein richtiger Chemiker arbeiten?

Ab in das virtuelle Labor mit dir:

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Säurewirkung

Du brauchst:

  • Eierschalen
  • Haushaltsessig
  • Wasser
  • 2 kleine Schüsseln

So fängt´s an:

Vom Ei brauchst du nur die Eierschale. Die einzelnen Stücke kommen in zwei kleine Schüsseln. In die eine wird mindestens so viele Essig dazugegeben, dass die Eierschalen gut mit Flüssigkeit bedeckt sind. In die andere füllst du entsprechend viel Wasser.

So geht’s weiter:

An den Eierschalen im Essig bilden sich nach kurzer Zeit Bläschen. Bald schon steigen die ersten nach oben. Bei den Eierschalen im Wasser passiert nichts weiter. Jetzt heißt es abwarten.

Das passiert:

Nach ungefähr einem Tag sind die Eierschalen im Essig verschwunden. Nur etwas Schaum schwimmt auf dem Essig in der Schüssel und etwas Haut, die innen in der Schale war. Die Eierschalen im Wasser sind unverändert.

Das steckt dahinter:

Eierschalen bestehen aus Kalk. Dieser Kalk ist zwar fest, aber nicht zu fest. Mit dem Eierlöffel lässt sich die Schale ja zerschlagen. Und mit Hilfe von Essig auflösen. Die Eierschale löst sich aber nicht freiwillig auf, sondern der Essig zersetzt mit seiner Essigsäure den Kalk. Dieser wird in zwei andere Stoffe umgewandelt. Die aufsteigenden Bläschen sind der Beweis dafür. Diese Umwandlung nennt man eine chemische Reaktion.

 

Geheimschrift

Du brauchst:

  • Dünne weiße Kerzen, am besten Weihnachtsbaumkerzen
  • Zeichenpapier
  • Wasserfarben

So fängt´s an:

Nimm eine Kerze wie einen Stift in die Hand, aber so, dass du mit dem unteren stumpfen Ende malst, nicht mit der Spitze, wo der Docht rausguckt.

So geht’s weiter:

Jetzt zeichnest du eine Schatzkarte, dein Lieblingstier, deinen besten Freund, oder fertigst eine geheime Botschaft an.

Das ist nicht ganz einfach mit Wachs, denn das Wachs, das die Kerze auf dem Papier hinterlässt, ist ja nicht zu sehen. Nur beim Blick schräg auf das Papier spiegelt sich das Wachs, und du kannst kontrollieren, ob du alles richtig gemacht hast.

Und das passiert:

Spätestens, wenn du die Karte brauchst, um den Schatz wiederzufinden, musst du sie lesbar machen. Das geht ganz einfach mit Wasserfarben. Du brauchst nur mit dünner Wasserfarbe über das Papier zu pinseln, und das Gemalte wird wieder sichtbar.

Das steckt dahinter:

Wachs ist ein ganz hartes Fett, und Fett stößt Wasser ab. Deshalb kann die Wasserfarbe das Wachs nicht benetzen und färben. Die Wachsschicht versiegelt aber auch das darunter liegende Papier und verhindert, dass das Wasser dort in das Papier eindringt und es verfärbt. Die gewachsten Stellen bleiben deshalb weiß. Um nichts zu „übersehen“, muss das Papierblatt komplett mit Wasserfarbe eingepinselt werden.

 

Strohhalmrakete

Du brauchst:

  • 1 dünnen Trinkhalm
  • 1 dicken Trinkhalm
  • etwas Knetgummi oder Klebstoff

So fängt´s an:

Du verstopfst ein Ende des dicken Trinkhalms mit Knetgummi. Du kannst es auch mit Klebstoff abdichten. Wichtig ist nur, dass der Trinkhalm an einem Ende dicht verschlossen ist.

So geht’s weiter:

Dann steckst du den dünnen Trinkhalm zwischen deine Lippen und hältst ihn fest. Den dicken Trinkhalm steckst du über den dünnen. Dann pustest du fest in den dünnen Trinkhalm.

Und das passiert:

Der dicke Trinkhalm fliegt in weitem Bogen durch die Luft. Je nachdem, wie schräg du ihn beim Abschuss gehalten hast, fliegt er unterschiedlich hoch und weit. Hältst du ihn senkrecht, fliegt er am höchsten, hältst du ihn schräg, am weitesten.

Das steckt dahinter:

Wenn du in den dünnen Trinkhalm pustest, entsteht darin ein Luftdruck, der die Trinkhalm-Rakete schnell immer weiter nach oben drückt, um Platz zu schaffen. Dabei erhält die Rakete so viel Schwung, dass sie eine ziemlich lange Strecke fliegt, bis sie auf den Boden kommt.

Hochdruck-Zeichnungen

Du brauchst:

  • 1 Blatt Papier
  • Geldmünzen
  • 1 weichen Bleistift

So fängt´s an:

Nimm dir ein Blatt Papier und eine oder mehrere Geldmünzen. Lege die Münzen auf den Tisch und das Papier darüber.

So geht´s weiter:

Nun fährst du mit dem Bleistift auf dem Papier über die Münzen darunter. Halte den Bleistift am besten ganz flach. Pass gut auf, dass die Münzen darunter nicht verrutschen, wenn du mit dem Stift über sie fährst.

Und das passiert:

Die Münzen pausen sich durch das Papier durch. Deutlich kannst du alle Einzelheiten bis hin zur Schrift erkennen.

Das steckt dahinter:

Eine Geldmünze ist nicht ganz flach, sondern hat erhabene Stellen, also eine Reliefstruktur. Wenn du mit einer Fingerspitze über eine Münze streichst, kannst du die Erhabenheiten auch spüren. Bei einem 50-Cent-Stück stehen die Zahl „50“, der Schriftzug „EUROCENT“, die Sternchen, eine Mini-Landkarte Europas und die senkrechten Striche hervor, außerdem der Rand. Wenn du mit dem Bleistift darüberfährst, drücken die höherstehenden Stellen der Münze stärker gegen den Stift, deswegen wird das Papier darüber dunkler angemalt, weil mehr vom Bleistift daran hängen bleibt. Dieses Druckverfahren nennt man „Hochdruck“.

 

Atmung

Du brauchst:

  • 1 Luftballon
  • 1 leere Flasche

So fängt´s an:

Du stopfst den Luftballon in die Flasche, lässt aber die Tülle oben herausschauen. Dann ziehst du die Tülle über die Flaschenöffnung, sodass der Luftballon die Flasche fest verschließt, aber in ihr drinhängt.

So geht´s weiter:

Jetzt versuchst du den Luftballon in der Flasche aufzupusten.

Und das passiert:

Das wird nicht klappen. Der Luftballon zappelt zwar etwas in der Flasche herum, aber er macht keine Anstalten, sich zu vergrößern.

Das steckt dahinter:

Die „leere“ Flasche, in welcher der Ballon hängt, ist ja gar nicht leer, denn sie ist voller Luft. Diese Luft füllt die Flasche vollständig aus und macht keine Anstalten, noch mehr Luft hineinzulassen, als ohnehin schon drin ist. Mit anderen Worten: Sie setzt allen Bemühungen, den Luftballon aufzupusten, Widerstand entgegen.

In eine mit Luft gefüllte Flasche passt nichts zusätzlich hinein. Dazu müsste sich die Flasche ausdehnen.

(Quelle: Hecker, Joachim: Das Haus der kleinen Forscher, Spannende Experimente zum Selbermachen)

Wasserschüssel und Pfeffer

Du brauchst:

  • 1 flache Schüssel mit Wasser
  • 1 Pfefferstreuer
  • 1 Holzstab
  • Spülmittel

So geht’s:

Fülle die Schüssel halb voll mit Wasser. Streue Pfeffer gleichmäßig über die Wasseroberfläche. Tauche ein Ende des Holzstäbchens in etwas Spülmittel. Tupfe das Holzstäbchen mit dem Spülmittel in das Wasser.

Vermute, was passieren wird!

Was kannst du beobachten?

Erklärung:

Wasser hat eine „Haut“. Die Wasserteilchen halten fest zusammen. Auf dieser Haut schwimmt der Pfeffer. Spülmittel zerstört die Wasserhaut. An der Stelle, wo du das Spülmittel auf das Wasser getupft hast, verschwindet die Wasserhaut und die Wasserteilchen drängen mit dem Pfeffer auseinander.

 

2 Eier im Glas

Du brauchst:

  • 2 rohe Eier
  • 2 Gläser mit Wasser (davon 1 Glas mit Salzwasser)

So geht’s:

Fülle beide Gläser mit Wasser. Gib nun in ein Glas Speisesalz und verrühre das Salz. Lege nun vorsichtig in jedes Glas mit Wasser 1 Ei.

Vermute, was passieren wird!

Was kannst du beobachten?

Erklärung:

Ein Ei schwimmt, das andere Ei geht unter.

In einem Glas ist reines Leitungswasser, im anderen Salzwasser. Salzwasser hat eine höhere „Dichte“, das heißt, es ist bei gleicher Menge schwerer und „trägt“ daher besser (größerer Auftrieb).

Im Meer schwimmst du leichter als im Hallenbad!

 

Papierkugel im Flaschenhals

Du brauchst:

  • 1 Flasche
  • 1 geknüllte Papierkugel

So geht’s:

Lege eine zerknüllte Papierkugel in den Flaschenhals einer Flasche und lege die Flasche waagrecht auf den Tisch.

Puste kräftig in die Flasche.

Vermute, was passieren wird!

Was kannst du beobachten?

Erklärung:

Durch das Blasen drückst du Luft in die Flasche. Jetzt herrscht aber in der Flasche ein größerer Luftdruck als außen. Die Luft schießt daher wieder aus der Flasche und reißt die Kugel mit. Je stärker du übrigens in die Flasche bläst, desto stärker wird auch der Überdruck in der Flasche und desto sicherer fliegt dir die Papierkugel ins Gesicht!

 

Luft und Musik

Du brauchst:

  • mindestens 4 gleich große Flaschen
  • Wasser

So geht’s:

Fülle mehrere Flaschen verschieden hoch mit Wasser.

Blase jetzt über die Flaschenöffnungen, so dass du einen Ton erzeugst.

Du kannst statt zu blasen auch mit einem Teelöffel leicht dagegenschlagen.

Vermute, was passieren wird!

Was kannst du beobachten?

Erklärung:

Die Töne entstehen durch das Schwingen der Luft in den Flaschen. Da aber verschieden viel Luft in den Flaschen ist, erhältst du auch verschiedene Tonhöhen (viel Wasser = wenig Luft = hoher Ton; wenig Wasser = viel Luft = tiefer Ton).

Versuch doch einmal, die Flaschen so zu füllen, dass du ein Lied spielen kannst!

 

 

 

Knallerbsen

Du brauchst:

  • getrocknete Erbsen oder andere Hülsenfrüchte
  • Wasser
  • 2 Gläser
  • 2 Töpfe

So geht’s:

Fülle zwei Gläser randvoll mit getrockneten Erbsen. Stell sie dann in die Töpfe oder auf Teller. Fülle nun die Gläser mit Wasser. Nun heißt es abwarten.

Das Ergebnis beginnt nach etwa einer bis eineinhalb Stunden und hält nochmal genauso lange an.

Vergleiche die getrockneten und die aufgequollenen Erbsen:

Wo ist das Wasser hin?

Wieso wird die Erbse größer?

Wie sehen die jeweiligen Erbsen innen aus?

 

Erklärung:

Erbsen sind Hülsenfrüchte, wie auch Linsen oder Bohnen. Sie vergrößern ihr Volumen, wenn sie durch Wasser aufquellen. Deswegen werden die oberen Erbsen aus einem vollen Glas von den unteren herausgedrängt.

Was machst du jetzt mit den Erbsen? Da es Lebensmittel sind, solltest du die gequollenen Erbsen weiter verarbeiten. Sie sind schnell gekocht und schmecken super!

 

Rucksackpirouette

Du brauchst:

  • einen Stoffbeutel oder Rucksack
  • Orangen, Äpfel oder Sandsäckchen als Gewichte

So geht’s:

Packe die Gewichte (Orangen, Äpfel, Sandsäckchen…) in deinen Rucksack oder Stoffbeutel und hänge ihn auf deinen Rücken.

Drehe dich nun im Kreis und beobachte,…

… was passiert?

… wie fühlt sich das Drehen an?

… was fliegt nach hinten?

… wie fühlt sich der Rucksack an?

… was passiert mit dem Rucksack?

 

Bleibe nun wieder stehen. Was ist dir aufgefallen?

 

Erklärung:

Die Kraft, die uns in einer Kurve nach außen drückt, z.B. im Auto, nennt man Fliehkraft.

Diese Kraft spüren wir, wenn zwei unterschiedliche Bewegungen gleichzeitig stattfinden – die unseres Körpers, der eigentlich weiter geradeaus will und die des Autos, das uns in eine Kurvenbewegung mitnimmt.

 

(Quelle: https://www.haus-der-kleinen-forscher.de/de/praxisanregungen/experimente-fuer-kinder/exp/jetzt-gehts-rund)